Müller & Partner

Sachverständigen- und Ingenieurbüro

für Bau- und Gebäudeschadstoffe

Thermografie - Allgemeine Betrachtung

Bei der Thermografie wandelt eine Thermografiekamera die für uns Menschen unsichtbare Infrarot-Strahlung in ein sichtbares Bild um. Man erhält hierüber ein Bild über die Strahlungsintensität eines Körpers, nicht jedoch seiner Oberflächentemperatur. Um die Temperatur einer Oberfläche genau bestimmen zu können, müssen die Einflüsse des materialabhängigen Emissionsgrades (ε) und der von der Materialoberfläche reflektierten Strahlung kompensiert werden, sodass die Umwelteinflüsse am Thermografieort weitestgehend in den Hintergrund treten.

Ein Hauptanwendungsgebiet der Thermografie ist die Gebäude-Thermografie, der wir uns kurz widmen wollen.

Dauerhaft genutzte Gebäude, hier insbesondere Wohn- und Bürogebäude müssen aufgrund jahreszeitlich wechselnder Außentemperaturen während der Heizperiode beheizt werden. Eine Beheizung ist erforderlich, um Gebäudenutzern ein hygienisches Raumklima mit einer ausreichend hohen Raumtemperatur bereitzustellen, und um die Gebäudesubstanz vor Feuchteschäden zu schützen.

Im Rahmen der Energieeinsparung steigen die gesetzlichen Anforderungen an den energiesparenden Wärmeschutz (Energieeinsparverordnung, kurz EnEV). Die Baupraxis zeigt jedoch, dass gesetzlich eingeforderte Anforderungen häufig nicht eingehalten werden und wurden. Baufehler und Bauschäden sind die Folge.

So wurden in einem der Bundesregierung vorgelegten Bauschadensbericht die vermeidbaren Schadenskosten auf etwa 3,4 Milliarden Euro beziffert. Ein Großteil dieser Schadenssumme ist den unzureichenden Ausführungsleistungen von Wärmedämmmaßnahmen zuzurechnen.

Durch die zerstörungsfreie und schnell einsetzbare Untersuchungsmethode der Infrarot-Thermografie, kurz IR-Thermografie, werden Voraussetzungen geschaffen Baumängel zu lokalisieren, um anschließend Maßnahmen zu deren Beseitigung einleiten zu können. Die Thermografie ist dabei als Hilfsmittel zu verstehen.

Die letztendliche Beurteilung der Thermogramme ist nur mit Sachverstand und Erfahrung möglich. Die Interpretation der Thermogrammergebnisse bedarf theoretischer Kenntnisse und praktischer Erfahrung. So beinhaltet eine Thermogrammanalyse auch, ob es sich bei den Auffälligkeiten im Thermogramm wirklich um heiße bzw. kalte Stellen handelt oder ob Oberflächenbeschaffenheit und Umgebungseinflüsse falsche Auffälligkeiten suggerieren.

Typische Anwendungsfälle der Thermografie

  • Zerstörungsfreie und objektive Darstellung der Wärmedämmung einer Gebäudehülle
  • Auffinden von Wärmebrücken und Dämmfehlern
  • Durchfeuchtung von Baukonstruktionen
  • Leckageortung verdeckter Rohrleitungssysteme
  • Auffinden von Fachwerk
  • Erkennung von Wärmeleitern
  • Erkennung fehlerhaft eingebauter bzw. fehlender Wärmedämmungen
  • Lokalisierung überhitzter Schaltkreise, Sicherungen und Transformatoren
  • Erkennung ungedämmter Heizkörpernischen und Rollladenkästen
  • Erkennung schlecht bzw. mangelhaft ausgeführter Fensterabdichtungen
  • Zur Unterscheidung zwischen hochwertigem Isolierglas und Normalglas
  • Zur Überprüfung neuer und sanierter Gebäude (Sanierungszustand)
  • Fertigungskontrolle von Sanierungsmaßnahmen zur Wärmedämmung
  • Zur Gewinnung eines ersten Eindrucks über den wärmeschutztechnischen IST-Zustand eines Gebäudes
  • Erkennung von Wärmelecks an Industrieanlagen

Zur vorbeugenden Instandhaltung und Anlagenüberwachung industrieller Anlagen. Die Kontrolluntersuchung erfolgt berührungslos. Eine Abschaltung der Anlage ist nicht notwendig.

Die Kosten für die vorbeugende thermografische Kontrolle sind vernachlässigbar im Vergleich zu Schäden, die bei einer Havarie auftreten.

Gern unterbreiten wir Ihnen zur Thermografie ein Angebot.

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