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für Bau- und Gebäudeschadstoffe

Sanierungsempfehlung Schimmelbefall

Sinnvolle Sanierungsempfehlungen - Schimmelpilze

Allgemein ist auch bei Schimmelpilzsanierungen festzustellen, dass jeder neue Fall nur bedingt mit einem anderen vergleichbar ist. Das Problem der Sanierung von Schimmelpilzschäden ist komplex da Schadensart, Alter und Art der Bauausführung, die Art möglicherweise vorhergehender Schäden, Witterungsbedingungen und Raumnutzungsverhalten eine breite Varianz bedingen.

Besonders bei bauphysikalischen Problemen und Schäden an der Bausubstanz reicht die Sanierung durch Maler- und Baufirmen nicht aus, sondern beseitigt die Befallstellen oft nur für kurze Dauer. Erforderlich ist hier eine dauerhafte Ursachenbeseitigung durch die Wiederherstellung der Diffusionsfähigkeit von Bauteilen und eine Verbesserung des Lüftungsverhaltens.

Schimmelpilzsporen sind als allergieauslösend charakterisiert, wobei Schimmelpilzstäube (Pilzsporen + Pilzfragmente) als Gefahrstoffe nach den Technischen Richtlinie für Gefahrstoffe (TRGS 907) eingestuft werden.

Aus Vorsorgegründen sind daher bei Sanierungsarbeiten die technischen Regeln für den Umgang mit biologischen Arbeitsstoffen zu berücksichtigen (TRBA 210). Hiernach sind Sicherheitsvorkehrungen zu beachten, die die Einwirkung von Sporen und Keimen durch Staubabsaugung (K1-/ K2-Sauger) minimieren.

Hygienemaßnahmen nach TRBA 500 sind einzuhalten.

Bei den Arbeiten ist ein entsprechender Atemschutz (Schutzmasken mit P3-Filter gemäß DIN 12942) zu tragen.

Sanierungsmaßnahmen bezüglich Schimmelpilzsporen sind ab Sanierungskategorie III (Befallfläche ab 0,5 m²) von Sanierungsfachunternehmen auszuführen. Die Sanierung der Schimmelpilzbefallstellen muss für jeden Einzelfall sorgfältig geplant werden und hängt hauptsächlich von den vorgefunden Schimmelpilzarten, der Bausubstanz und der Befallfläche ab.

Aus hygienischer Sicht ist dafür Sorge zu tragen die Voraussetzungen für das Pilzwachstum zu beseitigen. Hierzu gehört es Bauteile und deren Oberflächen, insbesondere solche mit organischen Bestandteilen (Holzeinbauten etc.) zu trocknen und auf Dauer trocken zu halten.

Als Maßnahme für das Beseitigen eines oberflächlichen Schimmelbefalls an Bauteilen und Einrichtungsgegenständen wird das gründliche Abreinigen (Abwaschen mit 80%igem i-Propanol) und Trocknen der Oberflächen angesehen.

Der Einsatz handelsüblicher Fungizide (organische Schimmelpilzvernichter) sollte in regelmäßig genutzten Innenräumen nach Möglichkeit vermieden werden, da diese unter Umständen auch für den Menschen bedenklich sein können.

Schlussbemerkung: In der Regel ist das Beseitigen von Feuchtstellen durch konstruktive Maßnahmen und/oder ein verändertes Nutzungsverhalten (Heizen / Lüften) die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Sanierung.

Nur durch ein dauerhaftes Austrocknen und trocken halten ist dem Schimmelpilz langfristig die Lebensgrundlage entzogen.

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