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Krankheitsbeschwerden durch Schimmelpilze

Schimmelpilzsporen u. a. Pilzfragmente können eine Vielzahl von Krankheiten auslösen oder fördern, die oft medizinisch falsch gedeutet werden. Besonders hoch ist das Krankheitsrisiko für Allergiker, Asthmatiker, Kleinkinder, Schwangere, immengeschwächte Menschen oder auch nach Organtransplantation und Chemotherapie.

Etwa 35% aller in Deutschland lebenden Menschen leiden an einer Allergie. Den größten Anteil bilden dabei die Heuschnupfen-Allergiker (Pollenallergie), gefolgt von Allergien bedingt durch Hausstaubmilben und Tierhaltung – erwähnenswert ist hierbei insbesondere die Katzenhaltung.

Nach Prof. Schata, Gesellschaft für Allergieforschung (GAF), sind Schimmelpilze für etwa 1/3 aller allergischen Reaktionen verantwortlich. Dabei sind Allergieauslöser wie Alternaria alternata und Cladosporium cladosporides - diese gehören zu den am meisten verbreiteten Allergieträgern - nur zwei von über dreitausend allergieauslösenden Schimmelpilzarten.

Selbst abgetötete Schimmelpilzsporen können durch Immunreaktion oder die von ihnen freigesetzten Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) gesundheitliche Beschwerden hervorrufen.

Die möglichen durch Schimmelpilze hervorgerufenen Erkrankungen und Beschwerden sind:

  • Allergische Erkrankungen
  • Toxische Reaktionen
  • Schimmelpilzinfektionen (Mykosen)
  • Geruchsbelästigung

Des weitaus größeren Anteils wegen sei an hiesiger Stelle nur auf die allergischen Erkrankungen und Symptome einer Schimmelpilz-Allergie eingegangen.

Die an die Raumluft abgegebenen Schimmelpilzsporen setzen bei Kontakt mit den Schleimhäuten Substanzen frei, die allergische Reaktionen auslösen können. Bei sensibilisierten Personen können schon geringe Konzentrationen zum Auslösen einer Allergie ausreichen.

Aufgrund ihrer Größe und ihrer aerodynamischen Eigenschaften gelangen die Sporen vieler Schimmelpilzarten bis in die peripheren Lungenabschnitte. Nach Inhalation kommt es mit einer Latenzzeit von maximal 12 Stunden, zu einer Immunreaktion im menschlichen Körper. Diese führt je nach Verlaufsform (akut oder chronisch) zu unspezifischen Krankheitsbeschwerden wie:
übermäßiger Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Schleimhautreizung von Augen und Nase, Fieber, Frösteln, übermäßigem Husten-, Nies- und Juckreiz oder auch zu Atemnot und wird in vielen Fällen mit einer Erkältungskrankheit oder Bronchitis verwechselt.

Schimmelpilzsporen werden als allergieauslösend charakterisiert, wobei Schimmelpilzstäube, d. h. die Gesamtheit an Schimmelpilzsporen und Schimmelpilzfragmente (Mycelbruchstücke), als Gefahrstoffe im Sinne der Technischen Richtlinien für Gefahrstoffe gelten (TRGS 907).

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