Müller & Partner

Sachverständigen- und Ingenieurbüro

für Bau- und Gebäudeschadstoffe

Schimmelpilzbefall in Mietwohnungen

Problem luftdichter Gebäude

Verschiedenartige Schimmelpilze, feuchte Stellen und Stockflecken verschandeln zahlreiche Mietwohnungen. Und wahrscheinlich werden auch wieder in diesem Jahr viele Vermieter versuchen, die Sache gegenüber ihrem Mieter mit den Worten abzutun: „Sie lüften und heizen zu wenig“.

Das wiederum lässt kaum ein Mieter widerspruchslos auf sich sitzen. Er wird behaupten, dass die Feuchtigkeitsschäden auf bauliche Mängel zurückzuführen sind und die Miete mindern - in Extremfällen um bis zu 100%.

Mietminderungen können jedoch bezüglich der Feuchteschäden nur dann abwendet werden, wenn nachzuweisen ist, dass der Mieter den Feuchtigkeitsschaden selbst verursacht hat – z. B. durch mangelhaftes Heiz- und Lüftungsverhalten. Aber auch andere Gründe können Ursache für Feuchteschäden sein.

Es empfiehlt sich daher immer einen Sachverständigen zum Nachweis zu Rate zu ziehen.

Problem luftdichter Gebäude

In bewohnten Gebäuden kann es unter ungünstigen hydrothermischen Randbedingungen (Temperatur, Feuchte) zu unterschiedlich starkem Schimmelpilzwachstum kommen. Für die Bewohner bedeutet dies eine potentielle Gesundheitsgefährdung, abgesehen von der ästhetischen und wohnhygienischen Beeinträchtigung.

Aufgrund vorgegebener Regelungen zur Wärmeeinsparung werden unsere Gebäude und Wohnungen immer luftdichter. Der Wärmeenergieverbrauch wird dadurch gesenkt, was eine geringere Belastung für unsere Umwelt darstellt und den Geldbeutel weniger belastet. Luftdichtere Räume bergen jedoch auch eine Gefahr für die Gesundheit, wenn die hierfür notwendigen Änderungen, die beachtet werden müssen, nicht eingehalten werden.

D.h. je dichter die Gebäudehülle oder das Bauteil, je dichter die Fenster, desto weniger natürliche Luftzirkulation im Innenraum. Ein leichtes Spiel also für Schimmelpilze sich hier anzusiedeln.

Diesem nunmehr geänderten Zustand müssen dauerhafte Änderungen im regelmäßigen und ausreichenden Lüften und Heizen folgen, um einer Schimmelbildung entgegen zu wirken. Insbesondere während des Kochens und Waschens sollten Wohnräume gelüftet, die Trocknung der Wäsche innerhalb der Wohnung nach Möglichkeit vermieden und nach dem Duschen das Spritzwasser von den Fliesen entfernt werden.

Ein weiteres Problem: bauliche Mängel

Viele unserer Gebäude sind wegen ihres Alters und der früheren Bauweise nicht oder nicht ausreichend wärmegedämmt, andere wiederum weisen infolge einer Sanierung Fehler in der Ausführung des Wärmeschutzes auf. Die so entstandenen Wärmebrücken führen aufgrund erhöhten Wärmedurchganges an den Bauteilen zu einem Tauwasseranfall mit den Folgen einer Schimmelpilzbildung.

Prinzipiell kann es zur Schimmelpilzbildung nur dann kommen, wenn die Wachstumsvoraussetzungen von Schimmelpilzen erfüllt sind. Feuchte spielt dabei eine wesentliche Rolle.

Feuchte- und Schimmelpilzschäden werden vor allem durch folgendes hervorgerufen:

  • ungenügende Wärmedämmung und Wärmebrücken
  • erhöhte Wärmeübergangswiderstände durch z.B. vorgestellte Schränke an Außenwänden
  • unzureichende Beheizung und unzureichendes Lüftungsverhalten der Raumnutzer
  • erhöhte Feuchteproduktion durch räumliche Überbelegung, Kochen, Waschen, Wäschetrocknen etc.
  • Fehler in der Baukonstruktion oder bei der Baustoffauswahl


Anmerkung: Schimmelpilze der Gefährdungsklasse A dürfen in Innenräumen nicht vorkommen. Ein Vorkommen dieser Art führt zu einem sofortigen Handlungsbedarf.

Wie andere Innenraumschadstoffe sind auch Schimmelpilze aus Gründen der Gesundheitsvorsorge zu beseitigen und kontaminierte Abfälle fachgerecht zu entsorgen.
Bei Schimmelpilzbefallstellen dabei entscheidend zu prüfen ist welche Schimmelpilzart bzw. -gattung dem Befall zugrunde liegt. Ebenso zu klären ist in welchem Umfang die vom Pilz befallenen Materialien belastet sind. Nach Erfassung von Schimmelpilzart bzw. -gattung, Befallfläche und Befalltiefe ist eine Gefährdungsabschätzung sowie die Festlegung der Sanierungsdringlichkeit möglich.

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