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Hausschwamm - Allgemeine Infos

Gut, wenn es kein "Echter Hausschwamm" ist!

Die entscheidende Frage ist, wenn sich "faules" Holz im Haus findet: War oder ist es Echter Hausschwamm oder ist es ein anderer Pilz?

Im Bauwesen sind etwa 60 holzzerstörende Pilzarten bekannt. Die Pilze unterscheiden sich jedoch erheblich. Die einen wachsen nur am Holz, andere durchwachsen auch Mauerwerk und können so Schäden im Rauminneren verursachen. Zu letzteren Pilzzarten gehört der Echte Hausschwamm, Serpula lacrymans.

Echter Hausschwamm zählt zu den Braunfäulepilzen und hinterlässt charakteristischerweise auf Holz Braunfäule. Die Braunfäule ist bedingt durch den Zelluloseabbau im Holz. Als ein weiteres Indiz für den Befall mit Echtem Hausschwamm zeigt das Holz einen Würfelbruch. Der Würfelbruch hat eine sich verringernde Druckstabilität des Holzwerkstoffes zur Folge. Die Stabilität einer Holzkonstruktion kann somit erheblich beeinträchtigt sein.

Das Strangmycel des Hausschwamms kann sich über zehn Meter vom eigentlichen Schadensort entfernen. Versteckt und unentdeckt durchwächst er mit seinen bis zu bleistiftdicken Strängen so nicht nur Mauerwerk und Schüttungen, sondern breitet sich auch in anderen Bauteilen großflächig aus.

Die Holzschutznorm der DIN 68800 Teil 4 fordert vor Schwammbekämpfung eindeutige Nachweise der Schadorganismen durch Sachkundige. In einigen Bundesländern gilt zudem eine Meldepflicht an die Baubehörde.

Eine Bestimmung der Pilzart zum Ausschluss des Echten Hausschwamm ist zwingend nötig, denn nach DIN 68 800 Teil 4 Abschn. 4 Abs. 2.1. ist zu beachten:

  1. Ohne zweifelsfreie Pilzartbestimmung, ist bei der Schadensbekämpfung wie beim Echten Hausschwamm vorzugehen.
  2. Die mit dem Hausschwamm verwandten Arten sollen wie der Echte Hausschwamm behandelt werden.

Die einzige mit dem Echten Hausschwamm verwandte Art ist nach heutigem Stand der Lehre der Wilde Hausschwamm. Er muss bestimmungsgemäß wie Echter Hausschwamm behandelt werden. In Gebäuden kommt er jedoch eher selten vor. Im Freien ist er häufiger und auch in größerer Ausbreitung anzutreffen. Seine Myzelstränge sind vom Echten Hausschwamm schwerlich zu unterscheiden.

Ein Befall mit Echtem Hausschwamm hat i.d.R. starke Mycel-Durchwachsungen von Mauerwerk u.a. mineralischen Baustoffen zur Folge, was eine bekämpfende Schwammsanierung deshalb sehr aufwendig und kostspielig macht. Anderen Holz zerstörenden Pilzen fehlen solche Durchwachsungen ganz oder sie sind weniger stark ausgeprägt, bzw. leicht zu entfernen. Zur Bekämpfung reicht es in diesem Fall schon aus, die zerstörten Holzeinbauten zu ersetzen und die Ursachen für die Durchfeuchtung des Holzes dauerhaft und wirksam zu beseitigen. Nur in Einzelfällen, bei Einwachsungen in mineralische Bauteile, könnte zusätzlich eine vorbeugende chemische Behandlung nötig werden.

Hausschwammsanierung

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