Müller & Partner
Sachverständigen- und Ingenieurbüro
für Bau- und Gebäudeschadstoffe
Die entscheidende Frage ist, wenn sich "faules" Holz im Haus findet: War oder ist es Echter Hausschwamm, Serpula lacrymans, oder ist es ein anderer Pilz?
Der Ablauf einer bestimmungsgemäßen Bekämpfung unterscheidet sich danach. Ein Befall mit Echtem Hausschwamm hat i.d.R. starke Mycel-Durchwachsungen von Mauerwerk u.a. mineralischen Baustoffen zur Folge, was eine bekämpfende Schwammsanierung deshalb aufwendig macht.
Anderen Holz zerstörenden Pilzen fehlen solche Durchwachsungen ganz oder sie sind weniger stark ausgeprägt, bzw. leicht zu entfernen. Zur Bekämpfung reicht es hier schon aus, die zerstörten Holzeinbauten zu ersetzen und die Ursachen für die Durchfeuchtung des Holzes dauerhaft und wirksam zu beseitigen. Nur in Einzelfällen, bei Einwachsungen in mineralische Bauteile, könnte zusätzlich eine vorbeugende chemische Behandlung nötig werden.
Eine Pilzartenbestimmung zum Ausschluss des Echten Hausschwamm ist zwingend nötig, denn nach DIN 68 800 Teil 4 Abschn. 4 Abs. 2.1. ist zu beachten:
Die einzige mit dem Echten Hausschwamm verwandte Art ist nach heutigem Stand der Lehre der Wilde Hausschwamm. Er muss bestimmungsgemäß wie Echter Hausschwamm behandelt werden. In Gebäuden kommt er jedoch eher selten vor. Im Freien ist er häufiger und auch in größerer Ausbreitung anzutreffen. Seine Myzelstränge sind vom Echten Hausschwamm schwerlich zu unterscheiden.
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